Fünfzehn marokkanische Landarbeiter wehren sich seit Monaten gegen Massenentlassungen in den Gewächshäusern der Sahara. Das königliche Landwirtschaftsunternehmen will mit Temporärarbeit die Rechte der Arbeiter beschneiden. Unterstützen Sie diesen mutigen Kampf mit einem Solidaritätsbrief.
In Marokko hat eine kleine Gruppe Landarbeiter den Kampf gegen den Riesen der marokkanischen Landwirtschaft aufgenommen, gegen die königliche Société des Domaines Agricoles (ehemals Domaines Royaux). Die 15 Landarbeiter verloren im Sommer 2010 ihre Arbeit in den Gewächshäusern von Tiniguir bei Dakhla (Westsahara), als über hundert Arbeiter einer missbräuchlichen Entlassungswelle zum Opfer fielen. In den Gemüseanbaubetrieben über den Grundwasserquellen in der Wüste vor Dakhla werden vor allem Tomaten für den Europäischen Markt produziert. Die Arbeiter prangern die Umstände der Entlassungen an. Diese seien motiviert durch die Absicht der Arbeitgeber, auf Temporärbüros zurückzugreifen und so die festen Arbeitsverhältnisse aufzulösen, welche den Arbeitern Zugang zu grundlegenden Rechten wie Dienstalterszulagen gewährten.
Die Gruppe von 15 betroffenen Arbeitern führt seit Monaten einen hartnäckigen Kampf. Nach einem fünfmonatigen Sitzstreik vor dem Arbeitsamt in Dakhla, welcher ohne Antwort seitens der Behörden blieb, haben sie Anfang November 2011 ihre Aktion vor die Büros der Domaines Agricoles in Casablanca verlegt. Unterstützt werden sie durch den landwirtschaftlichen Gewerkschaftsbund der "Fédération Nationale du Secteur Agricole de l'Union Marocaine de Travail" (FNSA-UMT). Am 2. Januar 2012 startete diese eine Solidaritätskarawane von Rabat nach Casablanca.
Dieser Kampf ist sehr bezeichnend angesichts der Tatsache, dass es die Landarbeiter gewagt haben, sich mit der übermächtigen Domaines Agricoles anzulegen. Das königliche Unternehmen bebaut 12‘000 Hektaren Landwirtschaftsland und schreibt einen jährlichen Umsatz von 150 Millionen Dollar (siehe den französischen Artikel "Les jardins du roi"). Die FNSA hat uns um Unterstützung gebeten, woraufhin das EBF der Gewerkschaft am 1. Januar 2012 einen Solidaritätsbrief geschickt hat. Darin bestärken wir die Arbeiter, den Vorschlag des Gouverneurs von Dakhla abzulehnen, die Arbeiten der Temporärbüros anzunehmen. Die Arbeiter verlangen ihre Arbeitsstellen zurück und alle Rechte, welche sie durch ihre langjährige Arbeit in den Betrieben verdient haben. Wir unterstützen auch ihre Forderung nach einer Untersuchungskommission zu diesen Entlassungen. Sollte sich die Domaines Agricoles weiterhin weigern, die elementaren Rechte ihrer Angestellten zu respektieren, muss die Entsendung einer internationalen Untersuchungskommission in Betracht gezogen werden.
Wir bitten Sie Solidaritätsbriefe zu senden an :- M. Mohamed Hakech, Secrétaire Général, FNSA-UMT, BP 2511, RP-Rabat, Maroc, fnsaumt@yahoo.fr
- ... und uns über Ihre Schritte auf dem Laufenden zu halten.
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Brief Mohamed Hakech.pdf (Download) | 24.1 KB |
Interaktionen
Verlinken
Februar 2012
28
20:00
Vortrag und offene Diskussion mit der Schriftstellerin Silvia Pérez Vitoria - Apéro mit regionalen Bioprodukten
Galerie Kulturzentrum «alts Schlachthuus», Laufen
Silvia Pérez rekapituliert in groben Zügen die Geschichte der Landwirtschaft. Sie zeigt auf, dass BäuerInnen überall auf der Welt für Werte wie Solidarität und ökologisches Gleichgewicht eingestanden sind. Mehr...
Organisation: uniterre; unterstützt durch: Kleinbauern-Vereinigung, Longo maï, Europäisches BürgerInnenforum
März 2012
11
08:30
Komm mit dem MenschenStrom zum AKW Mühleberg - gemeinsam und gewaltfrei für eine erneuerbare Zukunft!
Besammlung ab 8:30 Bahnhof Gümmenen
Am ersten Jahrestag der Katastrophe von Fukushima fordern wir: Energiewende jetzt! Mühleberg und Beznau sofort vom Netz!

